reportagen, ein schweizer reportage-magazin

das im oktober 2011 erstmalig erschienene schweizer magazin reportagen macht keine thematischen vorgaben und es hat keine geografische begrenzung. trotzdem haben alle texte einen gemeinsame nenner: die form der reportage – und ihre gute geschichte:

»Das Schöne an einer guten Geschichte ist, dass man sie nicht so schnell vergisst. Sie ragt aus der täglichen Informationsfülle wie ein Berg aus dem Nebelmeer, von dem man nicht gleich wieder hinunter möchte. »Ich muss dir etwas erzählen«, sagen wir zueinander, und sofort sitze wir als Zuhörer auf diesem Berg. Reportagen, die etwas in Vergessenheit geratene Königsdisziplin des Journalismus, sind genau das: gute und wahre Geschichte, di es lohnt, aufzuschreiben, weiterzuerzählen, sich anzuhören und natürlich zu lesen.«
daniel punktas bernet: editorial. in: recherchen #1 oktober 2011, s. 3.

neben hervorragenden journalistischen reportagen, einer historischen reportage und einer rezension, findet sich in jeder ausgabe der versuch einer gedichteten reportage: »die lyrische Beschreibung eines Ortes, eine Fusion von Reportage und Poesie« (s.8). der schweizer raphael urweider wechselt sich darin mit einem deutschen und einem österreichischen dichter ab.

fakten:
reportagen erscheint alle zwei monate und ist für 15 euro / 20 schweizer franken an schweizer kiosken, sowie im österreichischen und deutschen bahnhofsbuchhandel zu erstehen.

eine zweite spezialität: im zusammenarbeit mit FREITAG organisiert das magazin die veranstaltungsreihe »freitag am donnerstag«, bei der reportagen-autoren über die geschichten hinter den geschichten sprechen:

peter stamm am 16.02.2012 hamburg
sibylle berg am 12.04.2012 in wien
ilija trojanow am 28.06.2012 in köln
und linus reichlin am 23.08.2012 in berlin

von vergangenen vorträgen werden außerdem videomitschnitte veröffentlicht.

Über Wiebke Zollmann

Schreibt, übersetzt, fotografiert. Absolventin des Schweizerischen Literaturinstituts. Mentorin bei Online-Literaturmentorat. Texterin & Fotografin für The Naghash Ensemble aus Armenien
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